Auch Holocaustleugner finden Platz im Schoß der katholischen Kirche

“Ich denke, dass 200.000 bis 300.000 Juden in den Konzentrationslagern gestorben sind, aber nicht ein einziger von ihnen in Gaskammern”. Dies behauptete der traditionalistische Bischof Richard Williamson gegenüber dem schwedischen Fernsehen. Josef Ratzinger hat ihn gemeinsam mit drei anderen Lefevre-Anhängern (Bernard Fellay, Bernard Tissier de Mallerais und Alfonso de Galaretta – alle sind Mitglieder der sog. Pius-Bruderschaft) wieder in den “Schoß der Kirche” aufgenommen, nachdem sie Jahre lang exkommuniziert waren. Nach Williamsons Äußerungen hat eine Welle von Protesten den Vatikan getroffen, worauf Williamson reagiert hat. “Angesichts des schrecklichen Sturms, der durch meine unvorsichtigen Kommentare im schwedischen Fernsehen heraufbeschworen wurde, bitte ich Sie (gemeint ist Ratzinger – Anm D.A.) mit allem Respekt, den Ausdruck meines tief empfundenen Schmerzes wegen der von mir ausgelösten unnötigen Verunsicherungen und Probleme zu akzeptieren”. Wohlgemerkt: Williamson entschuldigt sich beim Papst, nicht beim Staate Israel, nicht bei allen Menschen jüdischen Glaubens, nicht bei all jenen, die gegen das Vergessen und gegen die negationistische Propaganda ankämpfen, nicht bei allen Demokraten dieser Welt. Nein. er entschuldigt sich beim Papst wegen der ausgelösten Polemiken. Und er revidiert keineswegs seine Meinung. Und was tut Josef Ratzinger: er schweigt. Ein Schweigen, das tief in der Tradition und Mentalität des Vatikans liegt.

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