Zusammenfassung meiner Wortmeldungen in der Sitzung des Gemeinderates vom 15. und 16. November 2017

wapen meran
Wappen der Stadtgemeinde Meran

Kürzlich hat der Landtag darüber beschlossen, dass Eltern für ihre Kinder die Erklärung der Sprachgruppenzugehörigkeit bereits bei der Einschreibung in den Kindergarten abgeben müssen. Als Vertreter der Ökosozialen Linken in Meran habe ich daher den in der letzten Gemeinderatssitzung von der Lista Civica Merano eingereichten Dringlichkeitsantrag laut Art. 23 unterstützt. Damit bringt der Gemeinderat Meran seine ablehnende Haltung gegenüber diesem von der Landesregierung vorgesehenen Beschluss zum Ausdruck. Leider hat die SVP-Meran mit ihrer Stimmenthaltung sich auf die Seite der Bürgerunion, der Freiheitlichen und der Südtiroler Freiheit gestellt.

Als Vertreter der Ökosozialen Linken in Meran drücke ich wiederholt meinen Unmut gegenüber diesen Beschluss aus. Es besteht dadurch das Risiko, dass Eltern in ihrer Entscheidungsfreiheit beschnitten werden. Stattdessen fordere ich die Einführung von mehrsprachigen Kindergärten und Schulen, neben den deutsch- und italienischsprachigen. Ein mehrsprachiges Kindergarten- und Schulmodell ist zeitgemäß und kann die Kinder und Jugendliche noch besser auf einen sich verändernden Arbeitsmarkt vorbereiten. Continue reading “Zusammenfassung meiner Wortmeldungen in der Sitzung des Gemeinderates vom 15. und 16. November 2017”

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Autunno della Sinistra? Dibattito al Club Est-Ovest

lampada-verdeL’8 novembre, alle ore 20,00, presso il Club Est-Ovest partecipo al primo appuntamento della stagione con “La Lampada Verde”. Il titolo della prima edizione sarà: „Autunno della sinistra?“ La prima edizione autunnale di “La lampada verde” proverà a discutere di questo tema generale e dei suoi riflessi locali con i due candidati al ruolo di segretario del Partito Democratico altoatesino (Uwe Staffler, Alessandro Huber), Marco Timperio e con David Augscheller, dal 2015 consigliere comunale di Sinistra Ecosociale e Vicepresidente del Consiglio Comunale di Merano. Moderazione: Gabriele Di Luca

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Beschlussantrag zur Umbenennung der Cadornastraße in Meran

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Luigi Cadorna

2018 jährt sich zum hundertsten Mal das Ende des Ersten Weltkrieges, der ca. 10 Millionen Todesopfer unter den Soldaten und 20 Millionen Verwundete verzeichnet hat. Die Anzahl der zivilen Opfer wird von den HistorikerInnen auf ca. 7 Millionen Opfer geschätzt.

Allein in Italien fielen ca. 700.000 Soldaten (ca. 14% der gesamten Soldaten) und in Österreich-Ungarn ca. 1,5 Millionen (ca. 19% der gesamten Soldaten).

Zehntausende Invaliden erlitten schreckliche Entstellungen und Amputationen, unzählige, oft sehr junge, Soldaten starben nach Kriegsende an den Folgen von Kriegsverletzungen und Krankheiten.

Die Propaganda der Kriegstreiber, vor und nach dem Ende des Ersten Weltkrieges, und die nationalistisch geprägte geschichtswissenschaftliche Tradition, haben dazu beigetragen, dass lange Zeit der Krieg dazu benutzt wurde, um Feindbilder zu schaffen und nationalistische Spannungen zu schüren. Der grauenvolle Tod von Millionen Menschen wurde dementsprechend mythisiert und missbraucht und aus dem historischen Kontext gerissen.

Dieser Umgang mit der Geschichte verklärt den Krieg und leugnet die Tatsache, dass Millionen von Männern von den Militärkommandos bewusst in ein massenmörderisches Gemetzel geschickt wurden. Continue reading “Beschlussantrag zur Umbenennung der Cadornastraße in Meran”