“È in atto una vergognosa offensiva contro l’ANPI. Si salvaguardi l’unità del 25 aprile”

21 Aprile 2017

Il testo del comunicato della Segreteria Nazionale ANPI

Flüchtlinge in Griechenland – Aktuelle Fragen für Europa

Mit Jutta Lauth Bacas, Sozialanthropologin, Fellow, Royal Anthropological Institute (London)
 
    Donnerstag 20.04.2017  18:00 – Unibz Campus Brixen, Raum 1.04
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Die Migration übers Mittelmeer gehört zu einer der großen Herausforderungen für Europa. Während Italien das Hauptzielland für irreguläre Einreisen in die EU auf dem Seeweg bleibt, führt der zweitwichtigste Weg für Krisenflüchtlinge über Griechenland. Was erleben die Schutzsuchenden und Migranten, die heimlich und ohne Papiere nach Griechenland kommen wollen? Wie gelangen sie über die maritime Grenze zwischen Hellas und der Türkei? Antworten auf diese Fragen hat Jutta Lauth Bacs als Sozialanthropologin auf der griechischen Grenzinsel Lesbos gesucht. Ihr Bericht über den Hot Spot Lesbos untersucht die Situation und Erfahrungen von Bootsmigranten auf Lesbos; er beruht auf Recherchereisen vor Ort, bei denen sie die Umstände und Probleme der irregulären Einreise auf dem Seeweg dokumentiert hat. Weder Griechenland noch Italien können diese Probleme alleine bewältigen. Im zweiten Teil des Vortrags geht es um die Verantwortung, welche die EU als solidarische Staatengemeinschaft gegenüber der aktuellen Flüchtlingsproblematik trägt.  Was kann die EU als politischer Akteur tun, was will sie tun, was tut sie wirklich? 

Dr. Jutta Lauth Bacas ist promovierte Sozialanthropologin mit Forschungsschwerpunkten in den Bereichen Migration und Asyl in Südosteuropa und Griechenland. Nach Promotion und Lehrtätigkeit an schweizer und deutschen Hochschulen war sie 2004 – 2012 an der Wissenschaftsakademie Athen in Forschungsprojekten zur irregulären Migration und Flucht nach Griechenland tätig. Seit 2014 Fellow am Royal Anthropological Institute (London) sowie in internationalen wissenschaftlichen Gesellschaften (EASA, InASEA) aktiv.

“Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden” – Rosa Luxemburg, 5.3.1871 – 19.1.1919

rosa_luxemburgAm 5. März 1871 wird Rosa Luxemburg, eine der größten Persönlichkeiten in der Geschichte der Arbeiterbewegung, im polnischen Zamosc geboren. Ihr politischer Kampf galt in erster Linie dem Nationalismus und dem Militarismus. Heute zählt sie zu den einflussreichsten und interessantesten TheoretikerInnen des Marxismus, des Pazifismus und des Internationalismus. Ihr theoretisches Werk und ihr politisches Engagement sind stets von der Notwendigkeit durchdrungen, Demokratie und Sozialismus miteinander zu vereinen.

Gemeinsam mit Karl Liebknecht gründete sie sofort nach Beginn des Ersten Weltkrieges die Gruppe Internationale, aus der später der Spartakusbund und in der Folge die Kommunistische Partei Deutschlands hervorgingen.

Obschon sie die Oktoberrevolution von 1917 bejahte, kritisierte sie die sich anbahnende Ein-Partei-Diktatur Lenins und der Bolschewiki. „Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für Mitglieder einer Partei – mögen sie noch so zahlreich sein – ist keine Freiheit. Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden.“ Rosa Luxemburgs intellektuelle Radikalität und Kohärenz hat an Aktualität nichts eingebüßt. Ihre Ausarbeitung einer Gesellschaftskritik schon gar nicht, denkt man an Orban, Erdogan, Trump.

Darüber hinaus forderte sie den politischen Massenstreik als effizientestes Instrument der Arbeiterbewegung, um sich der Ausbeutung zu widersetzen und die internationale Solidarität zu verwirklichen.

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges engagierte sich Rosa Luxemburg für die Räterepublik in Deutschland und die Entmachtung des Militärs. Nach der Zerschlagung des Spartakusaufstandes durch die deutschen kaiserlichen Truppen, wurden Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht von Angehörigen der Garde-Kavallerie-Schützen-Division am 19. Jänner 1919 in Berlin ermordet.

Anlässlich des Todestages von Rosa Luxemburg sendete Radio WDR im letzten Jahr einen 15minütigen Beitrag, der hier abrufbar ist.