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EUROMEDITERRANEA 2012

Il programma della prossima edizione del Premio Alexander Langer:

Das Programm der Alexander Langer Preisverleihung:

Vi aspettiamo numerosi venerdì 29 giugno per l’assegnazione del Premio Internazionale Alexander Langer presso la Sala di Rappresentanza del Comune di Bolzano, Vicolo Gumer 7 alle ore 17.30. E sabato 30 giugno alle ore 10 presso il Museion Passage, Via Dante 6, per conoscere, testimoniare, ascoltare, discutere, fare rete con donne provenienti da Tunisia, Marocco, Iran, Ruanda per più dignità, democrazia e diritti alle donne!

Wir erwarten Euch zahlreich am Freitag den 29. Juni um 17.30 Uhr im Festsaal der Gemeinde Bozen, Gumergasse 7, für die Verleihung des Internationalen Alexander Langer Preises. Und am Samstag den 30. Juni um 10 Uhr in der Museion Passage, Dantestraße 6, um mit Frauen aus Tunesien, Marokko, Iran und Ruanda über Würde, Demokratie und Frauenrechte zu diskutieren, ihnen zuzuhören und zum Netzwerken!

News

  • Ein Riesenwirbel provoziert das letzte Gedicht von Günther Grass „Was gesagt werden muss“. Grass macht das, was andere Intellektuelle, ängstliche, zu vermeiden trachten: verantwortungsvolle Position zu ergreifen. Der „engagierte Intellektuelle“ urteilt und fordert Diskussion, weil er die Wirklichkeit verändern möchte. Grass tut genau dies. Und stützt sich dabei auf das, was wir alle wissen. Dass der Iran eine gefährliche angehende atomare Theokratie ist, dass Israel eine atomare (wenn auch nicht gänzlich funktionierende) Demokratie ist (zwischen 70 und 200 atomare Sprengkörper soll sie besitzen), und dass beide sich in wortgewaltige und gewaltige Drohungen gebärden. Und nebenbei, allzu nebenbei erwähnt Grass auch die Palästinenser, Vertriebene, in einem Freiluftgefängnis lebende, der israelischen Apartheid ausgelieferte. Und wer in den palästinensischen Gebieten war und im Iran, kann Grass‘ Verse bestätigen, es ist wahrlich eine „vom Wahn okkupierte Region“. Doch letztendlich zeigen die Reaktionen auf Grass Appell-Gedicht nur die Schwäche Europas. Anstatt sich tatsächlich mit den Versen Grass‘ zu konfrontieren, stürzt man sich in eine sterile dogmatische Antisemitismus-Debatte, die lediglich zum Ziel hat, die Sicht zu verdunkeln auf die Wirklichkeit. Wer die Kritiker der Säbel rasselnden, autoritären Politik Israels des Antisemitismus bezichtigt, hat ein Leichtes, weil der Staat Israel sich religiös definiert. Aber Israel-Kritiker sind nicht automatisch Antisemiten, Iran-Kritiker keine Islam-Gegner und Berlusconi-Kritiker keine Antikatholiken. Ganz im Gegenteil, es geht darum, die großen Teile der israelischen Gesellschaft, die ihre derzeitige Regierung ablehnen und zuletzt leise geworden sind in ihrem Protest, zu unterstützen, mit ihnen zu solidarisieren, miteinander am internationalen Friedenswerk zu weben, um „letztlich auch uns zu helfen.“ Günther Grass – Was gesagt werden muss [zum Gedicht] (more...)

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